Mittwoch, 30. Oktober 2013

Grundbausteine des Mikrokosmos (40)


Mein Vorlesungsmanuskript "Mikrowelt (40)" können Sie über folgenden Link als PDF-Datei herunterladen:

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Dienstag, 29. Oktober 2013

Goldener Herbst in den Böhmischen Bergen

Ein Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz

Blick zum Rosenberg - im Hintergrund Teile der Sächsischen Schweiz



Felsenlandschaft um Dittersbach in der Böhmischen Schweiz


Blick zum Kaltenberg





Es gibt sie noch: Drachenflugwettbewerbe auf dem Blottendorfer Berg (im Hintergrund der Kleis)



Abendstimmung



Der Roll mit seiner mittelalterlichen Burg


Der "Große" und der "Kleine" Bösig

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Sonntag, 27. Oktober 2013

Panorama von Zittau vom Jeschken aus (bei nicht idealer Sicht)


"Groß"  (60% vom Original) - Bild anklicken...

Die Sicht war leider heute nicht ideal. Ich will das Foto trotzdem mal bringen, weil es Zittau aus einer anderen Perspektive zeigt als diejenigen, die ich in diesem Blog bereits veröffentlicht habe.

Und hier noch die "Lausitzer" und "Böhmischen" Berge links daneben...


"Groß"  (40% vom Original) - Bild anklicken...




Samstag, 26. Oktober 2013

Kakteen


Der von der deutschen Rechtschreibkommision geplagte Bürger muß oftmals zweimal überlegen, ob der Plural von „Kaktus“ „Kaktusse“ oder „Kakteen“ ist. Dabei waren die Kakteen bis zur Regierungszeit des portugiesischen Königs Johann des Zweiten (1455-1495) in Europa vollkommen unbekannt. Das lag einfach daran, daß sie nur in Amerika in großer Zahl wachsen. Also segelte 1492 Christoph Kolumbus schnell mal nach „Westindien“, um neben vielen anderen interessanten Sachen auch den Melokaktus nach Europa zu bringen. Als dann ein paar Hundert Jahre später Carl von Linne’ die Kakteen in seine Nomenklatura aufnehmen wollte, fielen ihm gerade mal 24 verschiedene Arten ein, für die er die Gattung „Cactus“ reservierte. Nochmals Hundert Jahre später wurde das Sammeln, Pflegen und Kultivieren von Kakteen ein liebenswertes Hobby vieler Kakteenfreunde, die sich in großen Vereinen organisierten und sogar Expeditionen nach Mexiko unternahmen, nur um diesen stacheligen Gesellen habhaft zu werden. Carl Spitzweg hat solch eine Spezies von Kakteenfreund in seinem Bild „Der Kaktusfreund“ verewigt. 

Kakteen gibt es in allen Größen. Von der pflaumengroßen kleinen stacheligen Kugel bis zum riesigen Säulenkaktus, in deren inneren Spechte brüten und ihre Jungen aufziehen, gibt es über 3000 verschiedene Arten, die hauptsächlich in Nord- und Mittel- und Südamerika verbreitet sind. Ein besonders eindrucksvolles und auch typisches Exemplar ist der Schwiegermuttersessel (Echinocactus grusonii), der in vielen Wohnzimmern heimisch, aber in der freien Natur (z.B. Kanaren) quasi ausgestorben ist. Der Florist sagt auch „Igelkaktus“ dazu, da er sich wie ein Igel ringsherum mit Stacheln umgibt. 

Wenn Kakteen einmal blühen, dann blühen sie sehr schön  (z.B. Echinopsis) oder / und sehr kurz (Selenicereus grandiflorus). Wenn Letztere (die Königin der Nacht) einmal blüht, haben sogar manche Botanische Gärten nachts bis nach Mitternacht geöffnet. Nur mit der Bestäubung wird es meistens nichts, denn in der freien Natur besorgen das die Fledermäuse.

Der Kaktus ist eine Pflanze, die optimal an trockene Standorte angepaßt ist. Ihre Blätter haben sich zu Dornen entwickelt, damit sie weniger oft von pflanzenfressenden Tieren gefressen werden. Ihre Kugelform vereinigt geringe Oberfläche mit maximalen Flüssigkeitsspeicher und ihre derbe Haut schützt sie vor der heißen Sonnenstrahlung. Da sie keine großen Ansprüche an ihren Standort stellen, sind sie oft schon mit einem kleinen Blumentopf zufrieden was wiederum dem Kakteenfreund entgegenkommt.

Kakteen haben viele Künstler zu ungeahnten Leistungen inspiriert. Ohne dem Ohrwurm „Mein kleiner grüner Kaktus“ wären die Comedian Harmonist heute wohl schon längst vergessen.





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Herbstimpressionen vom Pferdeberg und Umgebung (bei Zittau, Oberlausitz)

Fotos: Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz



Breiteberg


Blick zur Hermeshöhe




Auf dem Weg hinauf zum Pferdeberg





Oderwitzer Spitzberg (links) und Kottmar (rechts)


Blick zum Zittauer Gebirge...




Scheibeberg, Hainewalder Spitzberg und im Hintergrund die Lausche


Blick zum Jeschken


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Freitag, 25. Oktober 2013

Ganz giftige Giftpflanzen - schön, aber gefährlich...


Die giftigsten Gifte die wir kennen, produzieren Giftpflanzen. Manchen Blumenfreund oder Schrebergärtner ist der Wunderbaum Ricinus communis bekannt, dessen Samen den Stoff Rizin enthalten. Bereits 0.25 Milligramm (tausendstel Gramm) reichen aus, um jemanden umzubringen, was nur wenigen Samenkörner entspricht. Trotz dieser Giftigkeit wird die schön aussehende strauchartige Pflanze hie und da als Zierstrauch angebaut. Vor dem Rizinusöl braucht man dagegen keine Angst zu haben. Es stellt das ideale Abführmittel dar und wird von manchen Zeitgenossen mit Gewichtsproblemen als wesentlicher Bestandteil des Heilfastens in mehr oder weniger großen Mengen und meist im Sinne der Wirkung erfolgreich eingenommen.


Auch unter den einheimischen Pflanzen gibt es eine große Zahl von Giftpflanzen. Jedem ist z.B. die Tollkirsche bekannt, die aber nicht zu den unbedingt giftigsten heimischen Gewächsen gehört. Da aber dessen Beeren Kirschen ähneln, kommt es doch ab und zu zu ernsthaften Vergiftungsfällen. Viel gefährlicher ist dagegen der Eisenhut und der gefleckte Schierling. Hier reichen schon wenige Gramm aus, um lebensgefährliche Vergiftungszustände hervorzurufen. Weitere nicht zu unterschätzende Giftpflanzen sind der oft in Gärten und Parkanlagen angepflanzte Goldregen, der Rote Fingerhut, die Eibe und auch der als Heckenpflanze häufige Liguster. 


Auch der Kleingärtner und der Florist haben oft mit gefährlichen Giftpflanzen zu tun, obwohl ihnen das nicht immer bewußt ist. Nehmen wir z.B. das Maiglöckchen. Hier reicht es bereits aus, das Vasenwasser auszudrinken, wenn man ernsthafte Magen- und Darmprobleme heraufbeschwören möchte. Auch Alpenveilchen, der Weinachtsstern (ein Wolfsmilchgewächs), das Wandelröschen, verschiedene Aronstabgewächse, die Dieffenbachie (sollte man Familien mit Kindern als Zimmerpflanze nicht empfehlen) und der Oleander sind giftig. Gewarnt muß auch vor manchen Neophyten werden. So z.B. vor dem Riesenbärenklau, der manchmal auch als Herkulesstaude oder besser „Stalins Rache“ bezeichnet wird. Dieser sich an Flußufern rasch ausbreitende Doldenblütler überrascht insbesondere durch seine außergewöhnliche Größe. Ein paar Spritzer seines Saftes auf die Haut aufgetragen, führt bei Sonnenschein zu einem furchtbaren Sonnenbrand, weshalb man dieses Unkraut möglichst nur mit Schutzbrille, Schutzanzug oder bei Nacht ausreißen sollte. Ursache für diese Erscheinung sind photosensibilisierende Substanzen, die den natürlichen UV-Schutz der Haut aufheben.


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Fleischfressende Pflanzen


Es gibt auch in der Pflanzenwelt ein paar seltsame Geschöpfe. Jeder Gärtner weiß, daß sehr viele Insekten - als Raupe, als Blattlaus oder als Käferlarve - Pflanzen fressen. Daß es aber auch Pflanzen gibt, die Insekten „fressen“, erscheint schon eher ungewöhnlich. Und doch ist es so. Die Botaniker haben herausgefunden, daß es sich dabei um eine Anpassung an für Pflanzen widrigen Umweltstandorte, wo es z.B. wenig Stickstoff in gebundener Form im Boden gibt, handelt. Unsere wenigen einheimischen Karnivoren z.B. besiedeln in erster Linie nährstoffarme Moore. Zu nennen ist der unscheinbare Sonnentau und das Fettkraut (Bild oben). Ganz interessant ist auch der Wasserschlauch, der es nicht auf Fliegen oder Mücken abgesehen hat, sondern in seinen Unterwasserfangeinrichtungen trickreich Wasserflöhe fängt:


Der Sinn der ganzen Aktion besteht für die Pflanzen darin, an das Chitin (aus dem das Außenskelett der Insekten besteht) heranzukommen um daraus ihren lebenswichtigen Stickstoffbedarf zu decken. Dazu haben sie Klebefallen, Fangkannen, Reusenfallen oder Blüten, die mehr Fallgruben ähneln, entwickelt. Dabei können die Fallen durchaus beachtliche Größen erreichen, wie man es z.B. bei den Kannenpflanzen (Nepenthes) kennt. 



Besonders eindrucksvoll ist die Venusfliegenfalle, die das Grundprinzip der Mausefalle mit Schlagbügel in gewisser Weise vorweggenommen hat. Man kann sie manchmal in einem botanischen Garten beobachten und wenn man Glück hat, sieht man, wie schnell sich diese Falle über einer vorwitzigen Fliege schließt. 


Manche tropischen Karnivoren sind durchaus auch als Topfpflanzen für den häuslichen Pflanzenfreund, der etwas mehr Mühe und Energie in die Pflege der Pflanzen investieren will, geeignet. Bis auf einige einfachere Arten (z.B. Nepenthes alata, Nepenthes ventricosa, Nepenthes rafflesiana oder Nepenthes tobaica) ist die Kultur der Kannenpflanzen jedoch nicht ganz unkompliziert und bedarf mindestens eines Terrariums, besser noch eines temperierten Gewächshauses mit hoher Luftfeuchtigkeit. Deren „Fütterung“ ist dabei besonders in der warmen Jahreszeit meist kein größeres Problem.

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