Donnerstag, 16. August 2012

Die Ronburg (Ronov) bei Drum (Stvolinky) in Nordböhmen


Fährt man von Neugarten (Zahradky) Richtung Auscha (Ustek), dann wird der Blick von dem außergewöhnlich gleichmäßigen Kegel des Ronberges angezogen. Daß er die Mauern einer alten Ritterburg auf seinem Gipfel beherbergt, fällt eigentlich nur in den Wintermonaten auf, wenn keine belaubten Bäume den Blick auf die Ruine stören. Zu dieser Jahreszeit empfiehlt sich wegen Schnee- und Eisglätte auch kein Aufstieg, der sich selbst im Sommer als teilweise beschwerlich gestalten kann. Besuchen sollte man ihn aber auf jeden Fall und wenn nur wegen der ausgezeichneten Aussicht von seinem Gipfel.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf den Ronberg zu gelangen. So kann man z.B. die Straße von Hohlen (Holany) kommend über Litnitz nach Bleiswedel (Blizevedly) wählen, um z.B. mit seinem Auto möglichst nahe an den Berg zu gelangen. Ungefähr auf halbem Wege zwischen Litnitz und Bleiswedel führt ein Sandweg in Richtung Ostflanke des Berges, an dessen Rand sich mehrere Parkmöglichkeiten bieten. Von dort gelangt man auch auf den offiziellen Wanderweg, der ungefähr drei Viertel um den Berg führt, bevor man auf den mittlerweile gut befestigten Aufstieg gelangt. Wenn man normal läuft, sollte man vom Parkplatz bis zum Gipfel mindestens 45 Minuten einplanen. Einen sehr schönen Tour-Vorschlag finden Sie auch hier…

Der Ronberg hat eine Höhe von 552 m und ist der Rest eines ehemals mächtigen Vulkans, von dem nur der zu Basalt erstarrte Kern seit dem Tertiär bis heute überdauert hat. Sein Name leitet sich von dem mittelhochdeutschen rone ab, was einen Baumstamm bezeichnet. Zwei gekreuzte Baumstämme findet man auch auf dem Familienwappen des alten böhmischen Adelsgeschlechts der Hronowice wieder, von denen die Ronberger (Ronow) ein nicht unbedeutender Zweig waren.

Der untere Teil des Berges besteht überwiegend aus Nadelwald (Fichten), der schnell in einen urtümlichen Laubmischwald, der die steilen Bergflanken bedeckt, übergeht. Dieser Teil inklusive Gipfel ist zu recht als Flächennaturdenkmal ausgewiesen. So kann man im Juni hier überall die Türkenbundlinie blühend finden. Im Sommer ist der Gipfel ein Anziehungspunkt von vielen schönen Tagfaltern. Bei unseren letzten Besuch konnte ich hier ein halbes Dutzend Schwalbenschwänze, einen Segelfalter, Admirale und Mauerfüchse beobachten und fotografieren. Am Fuße des Berges flog mir zur großen Überraschung eine „Spanische Flagge“ über den Weg – ein am Tag fliegender farbenfroher Bärenspinner, der fast überall selten geworden ist.


Hat man nach einiger Anstrengung fast den Gipfel erreicht, wird der Weg immer flacher und es eröffnet sich eine schöne Fernsicht in Richtung Bleiswedel und Auscha mit dem 726 m hohen „Großen Geltsch“. Im Hintergrund sind selbst die wichtigsten Berge des westelbischen Teils des böhmischen Mittelgebirges auszumachen, soweit sie nicht von davor liegenden Bergen verdeckt werden. Gut, wenn man einen Feldstecher dabei hat…

Am Ende des flachen Teils führt fast rechtwinklig dazu ein letzter steiler Anstieg zur Burg, deren zertrümmerter Eingang bald sichtbar wird. Wenn man möchte, kann man auch erst einmal links auf einen Trampelpfad wechseln, der etwas beschwerlich an der noch heute gut erhaltenen mächtigen, z.T. noch über 10 m hohen und leicht geschwungenen Außenmauer entlangführt. 


Ihren Verlauf kann man am besten auf einer Luftaufnahme ausmachen (Quelle Google Maps). 


Durch einen Mauerdurchbruch gelangt man nach ca. 50 m in die eigentliche Burg. Normalerweise wird man aber den direkten Weg durch die zerstörte Eingangspforte wählen, durch die man über herabgefallene Steine in den Burghof gelangt. Rechts haben vor nicht allzu langer Zeit tschechische Burgfreunde einen Regenschutz errichtet und auf der anderen Seite eine Sitz- und Rastgelegenheit geschaffen. 


Schaut man sich jetzt um, dann fällt auf, daß die Burgmauer (die an manchen Stellen bis zu 2 m dick ist) rings um den noch erhaltenen Gipfelfelsen erbaut ist. Auf dem ca. 6 m hohen Felsen genau vor uns soll einmal das Hauptgebäude (Palast) gestanden haben. Von ihm ist aber nichts mehr übrig geblieben, seitdem man vor über 160 Jahren die Fläche beräumt hat, um hier ein Gipfelkreuz zu errichten (welches aber auch nicht mehr existiert – dafür aber eine Sitzbank, von der man bequem eine atemberaubende Aussicht in Richtung Hohlen mit seinen Teichen, dem Kummergebirge, den Bösigen und den nahen Willhoscht genießen kann). 


Links der Roll, Mitte Mikenhaner Berge mit dem Kahlstein, im Vordergrund Teiche bei Hohlen...


Das auffälligste Gebäude ist ohne Zweifel der noch einigermaßen erhaltene Bergfried an der Nordostecke der Burg, der immerhin noch eine Höhe von mehr als 10 m erreicht. Über einen von – so sagt man – „Schatzgräbern“ gesprengten Mauerdurchbruch gelangt man in sein Inneres. 



Von hier aus hat man einen Blick auf die nordwärts streichende Burgmauer, in der noch viele Balkenlöcher ehemaliger Holzanbauten zu erkennen sind. Trotzdem bereitet es Schwierigkeiten sich vorzustellen, wie die Burg einst in ihrem unzerstörten Zustand ausgesehen haben mag. Trotz ihrer geringen Größe dürfte sie einigen Eindruck gemacht haben (früher war der Berg sicher abgeholzt und wegen seiner Steilheit für feindliche Heere nur schwer bezwingbar). 



Neben dem Bergfried kann man mit etwas Mühe noch die Reste eines weiteren quadratischen Turms sowie die Fundamente eines Ringturms ausmachen. Ein Brunnen, den man sonst auf fast jeder Burg findet, ist interessanterweise nicht aufzufinden. Im ganzen erscheint die Anlage recht verwinkelt. Auf jeden Fall muß es große Anstrengungen und Mühen gekostet haben, die Ringmauer und die Türme um den steil abfallenden Berggipfel zu errichten. Alles das macht neugierig, etwas mehr über die Entstehung der Ronburg, ihre Besitzer und ihre Geschichte in Erfahrung zu bringen. 





Wie so oft, hat sich die Kunde über ihre Erbauer, über die Menschen, die darin gelebt haben und über die Fehden und Kriege, in der sie involviert war, nicht erhalten. Sie sind vergessen und mit ihnen sicherlich viele spannende, frohe und tragische Begebenheiten, die höchstens in einigen wenigen überlieferten Volkssagen die Zeiten überdauert haben. Etwas besser sieht dagegen die Datenlage in Bezug auf die ehemaligen Besitzer und „Burgherren“ aus, die zu ihren Lebenszeiten durchaus angesehene und wichtige aber auch berüchtigte Personen waren, die in der böhmischen Geschichtsschreibung an vielen Stellen ihre Spuren hinterlassen haben. Bevor ich aber darauf eingehe, möchte ich etwas über die Lebenswirklichkeit der Menschen erzählen, die im hohen Mittelalter, also zu der Zeit, als die Ronburg erbaut und bewohnt wurde, alles andere als rosig war. Und das gilt nicht nur für die Bauern, die in den Waldhufendörfern der Umgebung ihre Felder bestellten und ihr Vieh hüteten, sondern auch für die Landesherren, die Ritter, selbst. Ihr Leben war, verglichen mit heute, regelrecht erbärmlich. Glanzvolle Feste und Turniere waren im Leben eines Ritters eine seltene Ausnahme und man mußte oft weit reiten, um an ihnen teilnehmen zu können. Für viele war der Kriegsdienst, für den sie mindestens für sechs Wochen im Jahr gegenüber dem Landesherrn verpflichtet waren, eher eine Last. Mußten sie doch für die teure Ausrüstung – Pferd, Knappen und Rüstung sowie Bewaffnung – selbst sorgen. Und das konnten sie nur, wenn sie genügend Einkünfte, d.h. Grundbesitz mit abgabepflichtigen Bauern, vorweisen konnten. Dabei war gegenüber heute die Steuerbelastung der arbeitenden Bevölkerung eher gering (~1/10 des Arbeitsertrages ;-)). Außerdem ist der Kriegsdienst bekanntlich ein lebensgefährliches Geschäft, bei dem ein Ritter nie sicher sein konnte, seine heimatliche Burg je wieder zu sehen. 

In Friedenszeiten hatten sich die Burgherren um ihre in der Regel vom König „geliehene“ Herrschaft zu kümmern, „seine“ Bauern zu schützen und bei Streitigkeiten zu schlichten. Dabei unterschied sich – bis auf das bessere Essen – Burgherren hatten als Adelige bekanntlich das Jagdprivileg – die Lebensqualität eines Ritters kaum von denen seiner Untertanen. Er lebte in zugigen Burgen, mußte im Winter frieren und hatte oft Fehden mit benachbarten Herrschaften, später häufig auch selbstbewußten Städten, auszufechten. Und wenn das Einkommen nicht ausreichte, mußte er nicht selten zum Raubritter mutieren, der die Gegend unsicher machte um sich und seine Mannen zu ernähren. Das Rittertum, wie es ein Walther von der Vogelweide oder Wolfram von Eschenbach oder Hartman von Aue in ihren Liedern besingen, ist wohl weithin eine Idealisierung, die der Wirklichkeit jener Zeit nur wenig nahe kam.


Die Ronburg war das Zentrum einer Herrschaft, die u.a. die Orte Graber (Kravare) – erstmalig erwähnt um 1175 -, Drum (Stvolinky) – erstmalig erwähnt 1197 – und Bleiswedel (Blizevedly) – erstmalig erwähnt 1290 mit eigener Burg – umfaßte. Wann sie genau erbaut wurde, ist nicht mehr festzustellen – wahrscheinlich aber im letzten Drittel des 14. Jahrhunderts von den „Berken von Duba“, die mit den „Ronows“ eine gemeinsame Wurzel haben. Der Name „von Ronow“ taucht jedenfalls kurz vor 1400 in der Regierungszeit von König Wenzel IV (1361-1419) zum ersten Mal in Form eines gewissen Predbor von Ronow auf. Ein Sohn von ihm, Anselm von Ronow, erhielt im Jahre 1394 vom König ein „Haus“ bei Sittaw (Zittau, die Burg Rohnau am östlichen Neißeufer bei Hirschfelde), was eine gewisse Wertschätzung dieser auf das Adelsgeschlecht der Hronowice zurückgehende Familie bei Hofe schließen läßt. Von ihm leiten sich mehrere Grundherren und Burggrafen ab, von denen einer der Bekanntesten Castolov (1211-1253), Burggraf auf der Zittauer Burg, war. Auf jeden Fall hatte die Familie entsprechend der Prager Landtafel im Gebiet um Leitmeritz Landbesitz, den sie aber zu Beginn des 15. Jahrhunderts nach und nach veräußerten. Welche Bedeutung dabei damals der mutmaßliche Stammsitz auf dem Ronberg hatte, läßt sich nicht mehr ermitteln. Die Patronatsrechte bei der Pfarrkirche von Drum hatten jedenfalls zwischen 1358 und 1396 die Ritter von Kluczow inne. Man liegt sicherlich nicht falsch, wenn man annimmt, daß es sich bei diesen Rittern (Hinko de Kluczow, Hinko de Drum und Wenzeslaus) um Lehensträger der Herren von Ronow gehandelt hat.

Das erste Drittel des 15. Jahrhunderts wurde durch die Hussiten und die Hussitenkriege (1419-1434) geprägt. Zumindest in den ersten Jahren war damals die Burg im Besitz der Familie Ronow, welche sie um 1410 an Heinrich und Jaroslav Berka auf Dauba, die sich auch „vom Mühlstein“ nannten (eine Burg bei Hoffnung im Lausitzer Gebirge), veräußerten. Die Ronows selbst wurden entschiedene Gegner der Hussiten, die sie so gut es ging bekämpften. Als Namen haben sich ein gewisser Racek von Stwolanec sowie Wilhelm, Materna und Kristosor von Ronow überliefert. In den Wirren der Hussitenkriege kam es öfters zu Land- und Burgveräußerungen. So weiß man, daß um 1429 die benachbarte Helfenburg (bei Neuland bei Auscha) an den utraquistischen Ritter Smiric von Raudnic von den Berkas verpfändet wurde. Nicht viel später, wahrscheinlich 1434, gelangte die Ronburg und die dazugehörige Herrschaft in den Besitz Wilhelm (I) von Ileburgs („Eulenbergs“), einem Vertreter eines alten sächsischen Adelsgeschlechts, welcher sich in der Leitmeritzer Gegend angesiedelt hatte. Er nannte sich seitdem auf Urkunden Wilhelm von Eulenberg und von Ronow. Im gleichen Jahr scheint er dann auch noch die Kelchburg (auf der bis 1424 Jan Zizka von Trocnov saß) bei Triebsch in seinen Besitz gebracht zu haben. Auf jeden Fall stieg er auf diese Weise zu einem mächtigen lokalen Herrscher auf, der nun mit seinen älteren Nachbarn, den Wartenbergern, auf Augenhöhe stand. 

Bekannt ist, das Wilhelm (I) von Ileburg (1415-1489) auch ganz maßgeblich an der sogenannten „Wartenberger Fehde“ gegen die Sechsstadt Zittau beteiligt war (näheres siehe Blogbeitrag über die Rollburg). Dabei unternahm er auch eigenmächtig Raubzüge gen Zittau, so wie im Juli 1436, als er mit seinen Raubgesellen vor dem Böhmischen Tor Vieh rauben wollte, was mit einer List zuerst auch gelang. Er wurde aber hinter Gabel von den Zittauern eingeholt und in ein Scharmützel verwickelt, bei dem er – wie die Chronik berichtet – mehrfach verwundet wurde. Zu guter Letzt mußten sie ihren Raub, zehn Pferde und zwanzig Kühe, zurücklassen um ihre Haut zu retten. Solche Raubzüge behinderten aber damals kaum die Karriere eines Landadeligen. Wilhelm (I) von Ihleburg wurde später sogar königlicher Unterkämmerer in Prag. Als er am 11. September 1489 im damals sehr hohen Alter von 74 Jahren starb, wurde er in der Kirche zu Charwatz (Charwatice) bei Mscheno (Mšené-lázně) begraben. Sein 2.5 m hoher Grabstein, der aus einem Stein gearbeitet ist, zeigt einen Ritter in voller Rüstung, der in seiner rechten Hand eine Rolle mit der Inschrift „Miserere mei Deus sekunda ma“ (Gott habe Erbarmen mit mir …) hält. Im oberen Teil des Steins ist rechts das Hasenburgische und links das Eulenburgische Wappen zu erkennen. Es ist eines der künstlerisch aufwendigsten Grabmale aus jener Zeit in Böhmen.


Sein umfangreicher Grundbesitz ging auf seinen gleichnamigen Sohn Wilhelm (II) über, der sich seine Güter im Jahre 1500 von König Wladislaw II von Böhmen und Ungarn (1456-1516) bestätigen ließ. Als er sich mit Agnes von Helfenstein (1484-1550) aus einem alten schwäbischen Adelsgeschlecht vermählte, ließ er auch das Städtchen Drum und die Ronburg in die Landtafel als Mitgift eintragen. Nach dem Tod Wilhelm (II) von Ihleburg ging der Grundbesitz 1538 zunächst an dessen Witwe Agnes und später an die einzige Tochter Anna, verehelichte Kurzbach, und nach deren Tod 1554 an ihren Söhne Wilhelm und Heinrich (II) Kurzbach von Trachenberg und Miltsch über. Auf diese Weise gelangte die Ronburg an die Familie Kurzbach. Der Vater Heinrich Kurzbachs (Annas von Ihleburgs Gemahl), Sigismund Kurzbach, Freiherr von Trachenberg, war um das Jahr 1494 königlicher Kämmerer in Schlesien und ab 1498 Verweser der Hauptmannschaft Breslau und eine angesehene Persönlichkeit am Hofe Wladeslaws II. 

Heinrich von Kurzbach ist im Jahre 1589 verstorben und vermachte zuvor testamentarisch seiner zweiten Frau Eva von Wartenberg die Burgen Ronow und Helfenburg sowie das Schloß Drum. Nach deren Tod ging der Besitz an seine Enkelin Eva Malcan von Lobkowitz über. Am 4. April 1591 ließ sie ihren Besitz auf ihren hoffnungslos verschuldeten Ehegatten Joachim Malcan von Pencelin überschreiben, der Teile davon zur Tilgung seiner Schulden weiter veräußerte. So kam die Ronburg letztendlich an Johann von Wartenberg, der sie aber sogleich nach Urkunde vom 29. April 1608 an einen gewissen Adam Herzan von Harras verkaufte. Zu dieser Zeit war die Burg bereits nicht mehr bewohnt und wurde als „öde“ beschrieben. Was noch Wert hatte, waren lediglich die Herrschaften in Form von Dörfern und Meierhöfen um den Burgflecken herum. 1632 krallte sich Albrecht von Waldstein (Wallenstein) den Besitz und gliederte es in seine umfangreichen böhmischen Ländereien ein. 

Während des Dreißigjährigen Kriegs diente die Burg der Bevölkerung der Umgebung als scheinbar sicherer Zufluchtsort für sich und ihre Habe. Sie wurde aber von den durchziehenden Schweden entdeckt, im Jahre 1643 von ihnen bestiegen, die Eingangsmauern mit Pulver gesprengt, das Inventar geraubt und die Holzbauten abgebrannt. 

Die Burg wurde seitdem nicht wieder instandgesetzt und zerfiel so zusehends weiter. Im Jahre 1811 fielen die Reste des südwestlich gelegenen Teils des Wohngebäudes endgültig zusammen. Dazu kam, daß auch einige „Schatzsucher“ bei ihren Grabungen Zerstörungen anrichteten. Bei vielen Burgruinen kann man beobachten, daß die Steine der Mauern und Gebäude oft von der Landbevölkerung abgetragen wurden, um an billiges Baumaterial zu kommen. Davon ist die Ronburg offensichtlich verschont geblieben, einfach, weil es wahrscheinlich viel zu beschwerlich gewesen wäre, die Steine wieder die steilen Wege herunter zu schleppen…

1845 gehörte der Berg mit der Burgruine dem Leitmeritzer Bischof Augustinus Hill. Er ließ die Reste des Palastes auf dem zentralen Felssockel abtragen, um an dessen Stelle ein Gipfelkreuz zu errichten. Heute befindet sich an dessen Stelle eine Sitzbank, von der aus bei gutem Wetter eine herrliche Fernsicht zu genießen ist (Panorama anklicken). 





Die Geschichte der Ronburg ist scheinbar sehr arm an historischen Ereignissen. Das liegt daran, daß fast nur „amtliche“ Besitzwechselurkunden oder Akten von Gerichtsprozessen die Zeiten überdauert haben. Das ist sehr schade, denn sie hat in den 300 Jahren ihres Bestehens sicherlich viele Höhen und Tiefen erlebt, über die man gerne mehr erfahren möchte - wenn man oben auf ihren Mauern steht und den Blick gedankenversunken in die Weite schweifen läßt…


1 Kommentar:

  1. Für jemand wie mich, der Druhm, heißt, ist das eine sehr interessante Darstellung. Denn möglicherweise ist DRUM der Ort, welcher den/ einen Ursprung unserer Familie markiert.
    Frank Druhm

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